Hundetrainer werden
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Hundetrainer werden: Ein Angebot der Hundeschule Aschaffenburg - Petra Führmann und Iris Franzke
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Inzwischen gibt es auch auf diesem Markt sehr viele Angebote und Sie haben die Qual der Wahl.

 

Ein Tipp aus unserer langjährigen Praxis: Die Kunden vor Ort in-teressieren sich meist wenig, ob sie irgend-welche wohlklingenden Zertifikate vorweisen können. Hier zählt einzig und allein die Qualität Ihrer Arbeit und langfristig Ihr guter Ruf!

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Was kommt auf mich zu?

 

Vorweg angemerkt: „Hundetrainer werden“ kostet Zeit und ist nicht mal eben mit ein bis zwei Tages-seminaren zu bewerkstelligen. Qualität auch in der Hundeausbildung setzt auf Erfahrung durch viel Praxis und permanente praktische und theoretische Weiter-bildung sowie entsprechendes Literaturstudium voraus. Einen oder auch zwei eigene Hunde erzogen zu haben ist eine gute Grundlage – aber keinesfalls ausreichend!

 

Die Möglichkeiten, diesen Beruf auszuüben sind sehr vielfältig und fast jede Hundeschule unterscheidet sich in Punkto Zeitaufwand und Verdienst von anderen. Von einer reinen Nebenerwerbstätigkeit nach Feierabend bis hin zur Vollzeitbeschäftigung mit Angestellten ist alles vertreten. Auch die Verdienstmöglichkeiten schwanken sehr und sind nicht zuletzt regional unterschiedlich.

 

In Deutschland dürfen Sie für ambulante Hunde-ausbildung jederzeit ein Gewerbe anmelden. Ambulant bedeutet, dass Sie mit Hund und Besitzer vor Ort trainieren. Nachweise oder Qualifikationen werden hierfür (nochmal leider) nicht verlangt. Bei der stationären Ausbildung, d.h. Hunde werden für einige Wochen oder Monate zur Ausbildung übernommen, sieht das anders aus. Hier wird eine entsprechende Ausbildung (z.B. Tierpfleger) sowie bauliche Gegebenheiten, die den Anforderungen des Tierschutzgesetzes entsprechen, vorausgesetzt und streng überprüft.

 

Bis man als Hundeerzieherin über ein Einkommen verfügt, das als Alleinverdienst ausreichend ist, muss man schon über sehr viele Kund/innen verfügen und einen guten Namen haben. Dies erreicht man allerdings nicht von heute auf morgen, sondern bedarf i.d.R. einige Jahre harter, qualitativ anspruchsvoller Arbeit. Ein wichtiger Punkt sind natürlich auch alle anderen Aspekte der Selbständigkeit. Sie müssen Ihre Krankenversicherung sowie alle anderen Sozialleistungen selbst bezahlen. Sie benötigen eine Betriebshaftpflicht und Rechtsschutzversicherung (sehr teuer!), müssen Beiträge an die Verwaltungsberufs-genossenschaft (falls Sie Angestellte haben) und evtl. an die IHK (falls Sie auch Hundezubehör verkaufen wollen) entrichten.

 

Natürlich will auch das Finanzamt von jedem Euro Umsatzsteuer erhalten und wenn Sie nicht gerade Buchhaltung als Hobby haben, benötigen Sie auch noch einen Steuerberater, der ebenfalls nicht umsonst arbeitet. Und wenn man krank ist, hat man sofort einen Verdienstausfall, es sei denn Sie können sich eine sehr teure Versicherung hierfür leisten.

 

Über alle diese Punkte sollten Sie sich gründlich informieren. Im Internet beispielsweise gibt es sehr viele Seiten zur Existenzgründung.

 

Ein guter Ausgangspunkt ist hier www.ihk.de. Im übrigen ist auch die IHK vor Ort eine gute Hilfe, da hier i.d.R. eine kostenlose Existenzgründungsberatung angeboten wird.

 

Einen eigenen Hundeplatz zu finden ist fast unmöglich, es sei denn Sie können sich ein Gelände im Industriegebiet leisten. Für die eigentliche Erziehung ist ein eigenes Gelände zwar nicht besonders wichtig (diese sollte im alltäglichen Umfeld stattfinden), aber unverzichtbar für Spielstunden, Erstberatungen und Basisübungen. Wenn Sie „draußen“, also im normalen Leben trainieren, was natürlich sehr wichtig und sinnvoll ist, müssen Sie sich dies außerdem vom Ordnungsamt genehmigen lassen.

 

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt ist allerdings die Tätigkeit selbst. Fast alle Hundeerzieher, die ich kenne (mich eingeschlossen) haben diese Tätigkeit aus Liebe zum Hund begonnen. In erster Linie ist es aber eine Arbeit mit Menschen und nicht mit Hunden.

 

Wer nicht gerne mit Menschen zu tun hat und einfühlsam auch mit schwierigeren Zeitgenossen umgehen kann, wird in diesem Beruf nicht glücklich werden. Ich wünsche mir oft genug eine psychologische Ausbildung für uns!

 

Abgesehen davon muss man bei Wind und Wetter draußen sein, bei extrem starken Regen oder großer Hitze fällt der Unterricht oft aus, was dann wieder Verdienstausfall bedeutet.

Bevor Sie sich in dieses Wagnis stürzen, kann ich Ihnen nur empfehlen, sich die Arbeit wirklich vor Ort anzusehen und mal einige Tage bei einem guten Hundeerzieher mitzulaufen, z.B. in unserem Praktikum.

 

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Als Hundetrainer sollten Sie über ein profundes theoretisches Wissen verfügen. Hier einige Bücher, die zur absoluten „Grundausstattung“ zählen:

 

(Klick aufs Bild öffnet Beschreibung)

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